5. August 2026 / Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Workshop zur digitalen Unterstützung von Krebspatient:innen und Angehörigen

Wie können digitale Gesundheitsanwendungen Menschen mit Krebs in ihrem Alltag unterstützen? Und was brauchen...

Veröffentlicht am 5. August 2026 um 16:15 Uhr

Was sind DiGAs?

Digitale Gesundheitsanwendungen, kurz DiGAs, sind geprüfte medizinische Apps oder browserbasierte Anwendungen, die Menschen bei der Erkennung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Erkrankungen unterstützen können. Sie können beispielsweise dabei helfen, Symptome zu dokumentieren, Informationen verständlich aufzubereiten, Übungen anzuleiten oder den Umgang mit einer Erkrankung im Alltag zu begleiten.

Damit solche Anwendungen tatsächlich einen Mehrwert schaffen, reicht ihre technische Verfügbarkeit allein jedoch nicht aus. Entscheidend ist auch, ob Betroffene über die Angebote ausreichend informiert sind, sie verstehen, niedrigschwellig nutzen können und sich in ihrer Erkrankung gut begleitet fühlen.

Informieren, ausprobieren, diskutieren

Zu Beginn der Workshops ging es darum, Orientierung zu geben: Welche Anwendungen gibt es bereits für Menschen mit Krebs? Wie können sie im Alltag unterstützen? Und welche Wege gibt es, um diese Angebote nutzen zu können?

Anschließend stand das praktische Kennenlernen im Mittelpunkt. Auf bereitgestellten Testgeräten mit Testaccounts konnten die Teilnehmenden verschiedene Anwendungen direkt ausprobieren. In der gemeinsamen Diskussion ging es außerdem um Erfahrungen, offene Fragen, Verbesserungsbedarfe und Wünsche an künftige digitale Unterstützungsangebote.

Besonders wertvoll war der offene Austausch: Betroffene und Angehörige brachten ihre eigenen Erfahrungen, Fragen und Perspektiven ein. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Erwartungen an digitale Unterstützung sein können – und wie wichtig es ist, diese Vielfalt bereits in Forschung und Entwicklung mitzudenken. „Digitale Gesundheitsanwendungen können nur dann wirklich unterstützen, wenn sie nicht an den Menschen vorbei entwickelt werden. Der direkte Austausch mit Betroffenen und Angehörigen zeigt uns, welche Funktionen im Alltag helfen, wo Unsicherheiten bestehen und welche digitalen Angebote oder begleitende Schulungsformate künftig gebraucht werden“, sagt Dr. Laura Moradbakhti.

Forschung an der Schnittstelle von KI, Digital Health und Mensch-Technik-Interaktion

Im Rahmen der PROFuture-Förderung der TH OWL baut Dr. Laura Moradbakhti am inIT eine Arbeitsgruppe zum Forschungsthema „KI und Digitale Assistenzsysteme im Gesundheitswesen“ auf. In Kooperation mit dem Gesundheitsamt Kreis Lippe forscht sie als Tandem-Postdoc zu Künstlicher Intelligenz für digitale Assistenzsysteme, die Gesundheitskompetenzen in der Bevölkerung stärken sollen.

Mit ihrer Erfahrung in den Bereichen Digital Health, UX-Forschung, Mensch-Technik-Interaktion, Technologieakzeptanz, AI-Ethics und Social Robotics bringt sie genau die Perspektive ein, die für digitale Gesundheitslösungen von zentraler Bedeutung ist: Technologie muss fachlich fundiert, ethisch verantwortungsvoll und nah an den Bedürfnissen der Menschen entwickelt werden.

Quelle: Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (th-owl.de)
Bildnachweis: © Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Meistgelesene Artikel

Kleidertausch statt Kaufrausch
Kreis Lippe

FAIR-Tausch lädt zum nachhaltigen Shopping ein

weiterlesen...
Elisabethstraße aus neuem Kreisel ab 19. September wieder befahrbar
Stadt Detmold

Die Bauarbeiten um den neuen Kreisverkehr an der Agentur für Arbeit nähern sich dem Ende

weiterlesen...

Neueste Artikel

 Kalletal-Langenholzhausen - Überholmanöver endet im Krankenhaus
Polizeimeldung

Lippe (ots) - (bb) Am Samstagnachmittag um 16:00 Uhr kam es auf der Straße Hellinghausen zu einem Verkehrsunfall unter...

weiterlesen...
 Kalletal-Langenholzhausen - Mit E-Scooter aufgefahren und abgehauen
Polizeimeldung

Lippe (ots) - (bb) Am Freitagabend um 18:20 Uhr kam es in der Hauptstraße in Langenholzhausen zu einem Auffahrunfall...

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Strategische Entwicklung im Blick
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Wie entwickelt sich die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) weiter – und welche Perspektiven ergeben...

weiterlesen...
Musikvideodreh in Detmold
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Ein besonderer Videodreh in Detmold: Unter der Leitung von Professor Georgij Pestov haben Studierende der Technischen...

weiterlesen...