16. Juni 2026 / Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur zu Besuch im KreativInstitut.OWL

Anfang des Monats besuchte Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes...

Veröffentlicht am 16. Juni 2026 um 14:38 Uhr

Das KreativInstitut.OWL ist deutschlandweit einmalig ein gemeinsamer Verbund von drei Hochschultypen, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, der Universität Paderborn und der Hochschule für Musik Detmold. Forschende, Studierende und Kreativschaffende entwickeln dort interdisziplinär neue Ansätze für digitale Kulturformate, technologische Innovationen und Wissenstransfer in die regionale Wirtschaft. 

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betonte die Bedeutung solcher Orte für den Transfer innovativer Technologien in die Praxis: „Wer innovative Technologien zügig in die Unternehmen bringen will, braucht Räume, in denen Forscherinnen auf Praktiker treffen und zusammen Gutes erschaffen.“ Das KreativInstitut.OWL zeige aus ihrer Sicht, welches Potenzial in der Zusammenarbeit von Kreativwirtschaft und Wissenschaft liege. Dort entstünden zukunftsweisende Ideen, die dazu beitragen könnten, Nordrhein-Westfalen wettbewerbsfähiger, digitaler und nachhaltiger aufzustellen. Damit habe das Institut Vorbildcharakter für das ganze Land.

Bei einem Rundgang durch das Institut erhielt die Ministerin zunächst einen Einblick in die Vielfalt der interdisziplinären Projekte, die durch Kooperation mit der regionalen Kultur- und Kreativwirtschaft entstanden sind. Aus dem Themenfeld künstliche Intelligenz wurde das auf dem Europäischen Straßentheaterfestival aufgeführte Projekt „HumaNN“ vorgestellt. Hier wird erstmalig ein neuronales Netzwerk, das „Gehirn“ einer KI, durch Menschen simuliert und erklärt auf niederschwellige Art und Weise die Funktionsweise einer KI. Der Übergang in virtuelle Welten erfolgte mit dem Projekt „Denk:Mal!“, welches zeigt, wie digitale Technologien neue Zugänge zum kulturellen Erbe schaffen können. Historische Denkmale werden dabei mithilfe von Hologrammen in speziell konstruierten Vitrinen visualisiert und virtuell erlebbar gemacht. Auch die im Institut entwickelten neuen Möglichkeiten zur Navigation mit Handgesten in virtuellen Umgebungen konnte die Ministerin live erproben. Anschließend tauchte sie in das hochschulübergreifende Kunstprojekt „Augmented Ubiquity“ aus dem Spatial Audio & Arts Lab ein. Die multimediale VR-Komposition verbindet Musik, Tanz und aktuelle Forschungsthemen wie 4D-Gaussian Splats und dynamische Binauralisierung zu einem frei begehbaren audiovisuellen Erlebnis. Der Rundgang wurde abgeschlossen durch die Vorstellung des innovativen Open-Air-Konzertformats „Zukunftsmusik? – Klassik neu verkabelt“. In dem exklusiven Forschungsprojekt der drei Hochschulen konnte das Publikum interaktiv die musikalische Gestaltung beeinflussen. „Die Realisierung der gezeigten Projekte war nur durch die Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Beschäftigten der drei Hochschulen möglich“, erklärte Professor. Dr. Guido Falkemeier, Institutsleitung des KIO.

Im Anschluss tauschte sich die Ministerin mit den Hochschulleitungen über die zukünftige Entwicklung des Kreativ Campus Detmold und der damit verbundenen Rolle des KreativInstitut.OWL aus. Der Campus vereint kreative Bildung, Forschung, Kulturarbeit und unternehmerisches Denken an einem Ort. Ergänzend zu den bestehenden Bildungs- und Forschungsstrukturen sollen ein Gründungszentrum, ein Creativity-to-Business-Gebäude für Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie ein Zentrum für digitales nachhaltiges Bauen entstehen.

Das KreativInstitut.OWL auf dem Kreativ Campus Detmold wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert (EFRE).

Quelle: Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (th-owl.de)
Bildnachweis: © Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

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