Die Teilnehmenden durchliefen einen vollständigen Designsprint – von der Problemdefinition über die Ideengenerierung bis hin zur Entwicklung von Prototypen und der Präsentation vor einer Fachjury. Unterstützt wurden sie dabei von Fachleuten aus Wissenschaft und Industrie, die Impulse gaben und die Teams während der Woche begleiteten.
Am Ende entstanden drei Lösungskonzepte, die zeigen, wie vielfältig und praxisnah die Zukunft des Bahnreisens gedacht werden kann.
- Modularer Mehrzweck-Transporter: Ein flexibel nutzbarer Waggon mit seitlich klappbaren Sitzen, der sich spontan an das Fahrgastaufkommen oder die Mitnahme von Fahrrädern anpassen lässt. So entsteht mehr Platz, wenn er gebraucht wird, und das Reisen wird entspannter.
- Digitale Plattform für mehr Barrierefreiheit: Eine Softwarelösung, die Reiseverläufe, Störungen, Waggonauslastung und freie Einstiegsbereiche in Echtzeit anzeigt. Ein integriertes Rufsystem ermöglicht Unterstützung beim Ein- und Ausstieg. Die Plattform ist sowohl über mobile Endgeräte als auch über Bedienelemente im Zug nutzbar.
- Familienwelt auf Schienen: Ein Waggon speziell für Familien mit kleinen Kindern. Hygienische Sanitärbereiche, Wickel- und Stillräume sowie Spiel- und Aufenthaltszonen sorgen für ein angenehmes Reiseerlebnis. Eine Schallisolierung sorgt für mehr Reisekomfort aller Mitfahrenden.
Bei der Abschlussveranstaltung lobte die Jury – bestehend aus Gisela Eickhoff (HARTING Technologiegruppe), Ralf Niklass (Firma Alstom S. A.) und Hinrich Hempel-Surkamp (DB Cargo) – die hohe Qualität, Kreativität und Umsetzbarkeit der präsentierten Ideen. Die Ergebnisse zeigen, wie wirkungsvoll Formate wie die RailWeek OWL junge Menschen dabei unterstützen, komplexe Zukunftsfragen praxisnah zu bearbeiten.
Auch Professor Dr. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer der TH OWL und Vorstandsvorsitzender des RailCampus OWL e. V., betonte bei der Abschlussveranstaltung die Innovationskraft, die von Ideation Sprints wie der RailWeek OWL ausgeht.
Einen besonderen Dank richtete Professor Witte an das Organisationsteam um Daniel Reinhart, Gero Brinkmann und Fabius Dulisch sowie die zahlreichen Fachleute, die diese Woche mit ihren Beiträgen bereichert haben.
Quelle: Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (th-owl.de)Bildnachweis: © Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe


