Der achtsemestrige Studiengang verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz für das Ingenieurwesen. In den ersten drei Semestern findet der Unterricht überwiegend auf Englisch statt. Studierende belegen Module aus verschiedenen MINT-Disziplinen und lernen die Grundlagen der Ingenieurwissenschaften in einem interdisziplinären und praxisorientierten Kontext kennen. Parallel dazu erwerben sie Deutschkenntnisse, um sich auf das spätere Studium in deutscher Sprache vorzubereiten.
Ein zentrales Element des Studiengangs ist die projektorientierte Teamarbeit. Gemeinsam entwickeln die Studierenden Lösungen für technische Fragestellungen und erhalten so früh Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder des Ingenieurwesens. Im dritten Semester entscheiden sie sich für eine Vertiefung aus zehn verschiedenen Ingenieurbereichen.
Im vierten Semester folgt ein Praktikum in einem Unternehmen aus der Region Ostwestfalen Lippe. Die Studierenden sammeln dort erste Berufserfahrung, lernen die Arbeitswelt von Ingenieur:innen kennen und vertiefen gleichzeitig ihre Deutschkenntnisse. Ab dem fünften Semester setzen sie ihre gewählte Spezialisierung gemeinsam mit Studierenden der deutschsprachigen Ingenieurstudiengänge fort.
Wie der Studiengang in der Praxis erlebt wird, berichten drei Studierende aus unterschiedlichen Ländern.
Remy Numbi Wa Monga aus der Demokratischen Republik Kongo studiert im dritten Semester. Für ihn ist vor allem das Erlernen der deutschen Sprache eine Herausforderung. Gleichzeitig hebt er die Unterstützung durch die Lehrenden hervor. Die Beziehung zwischen Studierenden und Dozierenden sei sehr gut, und er bekomme viel Unterstützung im Studium.
Auch Kyriakos Dimitrios Papastergiou aus Griechenland, ebenfalls im dritten Semester, erlebt die Zusammenarbeit mit den Lehrenden als besonders positiv. Wenn Studierende eigene Ideen einbringen oder sich an Projekten beteiligen möchten, würden sie von den Dozierenden aktiv unterstützt.
Shantia Barakat aus Deutschland hat ihr Studium im ersten Semester begonnen. Sie schätzt vor allem die Praxisnähe des Studiums und die Erfahrung der Lehrenden. „Man merkt, dass die Professoren viele Jahre in dem Bereich tätig waren. Unser Matheprofessor zum Beispiel kann oft bestimmte Dinge mit der Physik verknüpfen, weil er im Beruf mit Mathe und Physik zu tun hatte. Das ist sehr hilfreich.“ Für sie ist der Studiengang zudem ein Ort internationaler Begegnung. „Man begegnet im Arbeitsleben täglich anderen Nationalitäten oder Kulturen. So macht man schon im Studium interkulturelle Erfahrungen und vernetzt sich sehr stark. Es hilft mir auch, über meine Komfortzone hinauszugehen.“
Der Studiengang General Engineering zeigt, wie Ingenieurwissenschaften international, praxisnah und interdisziplinär studiert werden können und wie Studierende schon früh lernen, technische Herausforderungen gemeinsam über Fach- und Ländergrenzen hinweg zu lösen.
Quelle: Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (th-owl.de)Bildnachweis: © Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe


