Den offiziellen Startschuss für die verschiedenen Distanzen gab Lemgos Bürgermeister Markus Baier. Neben der namensgebenden 6-Kilometer-Strecke standen auch ein 12-Kilometer-Lauf sowie ein 600-Meter-Kinderlauf auf dem Programm. Das offene Konzept ermöglichte eine Teilnahme unabhängig vom Leistungsniveau, ob laufend, walkend oder wandernd. Die Strecke führte durch das Bega-Tal entlang des Gewässers und griff damit das zentrale Thema der Veranstaltung auch landschaftlich auf.
Auch sportlich überzeugte das Event mit starken Leistungen. Über die 6 Kilometer gewann Jonathan Westhoff vom Team Do.iT! Detmold for Water in 22 Minuten. Schnellste Frau war Greta Krügermeier mit einer Zeit von 30:29 Minuten. Auf der 12-Kilometer-Distanz setzte sich Jan-Philip Bokeloh in 49:15 Minuten durch. Bei den Frauen siegte Fini Sturm vom Ruder-Club-Havel Brandenburg in 51:58 Minuten.
Ein besonderes Element des Laufs war die Kanister-Trageaktion, die die globale Wasserproblematik eindrücklich verdeutlichte. Alle verfügbaren Wasserkanister wurden von Teilnehmenden während des Laufs getragen. Für jeden transportierten Kanister wurde ein Spendenbetrag ausgelöst, sodass allein durch diese Aktion 660 Euro zusammenkamen.
Der „6K Run for Water“ verstand sich bewusst nicht nur als sportliche Veranstaltung, sondern als Plattform für Information und Engagement. Statt eines festen Startgeldes galt das Prinzip „Spende statt Startgeld“, wodurch jede und jeder individuell zum guten Zweck beitragen konnte. Ergänzt wurde der Lauf durch ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Mitmachaktionen, Experimenten und Informationsangeboten rund um das Thema Wasser. Besonders gefragt war der Bau eines eigenen Wasserturms mit XXL-Bausteinen.
Großes Interesse weckte zudem das Technische Hilfswerk, das eine Trinkwasseraufbereitungsanlage präsentierte und Einblicke in seine Arbeit gab. Darüber hinaus informierte der gemeinnützige Verein Ingenieure ohne Grenzen über seine internationalen Projekte zur nachhaltigen Wasserversorgung. Die Erlöse des Laufs fließen in entsprechende Initiativen, um den Zugang zu sauberem Wasser in benachteiligten Regionen zu verbessern.
Die gelungene Premiere hat gezeigt, wie wirkungsvoll sportliches Engagement und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden werden können. Die positive Stimmung, die hohe Beteiligung und das Engagement aller Beteiligten machen deutlich: Der „6K Run for Water“ hat das Potenzial, sich langfristig als feste Veranstaltung zu etablieren.
Quelle: Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (th-owl.de)Bildnachweis: © Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe


