Für die jahrzehntelangen Partner MRI und TH OWL bot die Führung eine Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Insbesondere die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen dem MRI und dem Institute for Life Science Technologies (ILT.NRW) der Hochschule wurde besprochen.
Die Führung über den Innovation Campus Lemgo wurde durch eine von dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Sebastian Wittland vorgestellte Präsentation eingeleitet, die insbesondere auch aktuell laufende, gemeinsame Projekte der TH OWL und des MRI hervorhob. Des Weiteren waren zukünftige Entwicklungen bei gemeinsamen Forschungsarbeiten und -vorhaben, der Lehrunterstützung sowie der gemeinsamen Nutzung von Infrastruktur und Ausstattung zentrale Themen.
Professor Dr. Sebastian Ulrich, Prodekan des Fachbereichs Landwirtschaft, Lebensmittel und Gesundheit, betonte die einzigartige Bündelung der Schwerpunkte innerhalb der Fakultät: Diese umfasst die Back- und Süßwarentechnologie, das Technikum „Protein-basierte Lebensmittel“, Verfahrenstechnik, Biotechnologie, Analytische Chemie und Mikrobiologie.
„Die Schwerpunkte des ILT.NRW passen hervorragend und komplementär zu den Arbeiten des MRI am Standort Detmold“, betonte Professorin Schwerdtle, „darum streben wir zukünftig sogar eine eher noch engere Verzahnung der beiden Institute an.“
In der Future Food Factory auf dem Innovation Campus Lemgo zeigte Professorin Dr. Susanne Struck anschließend verschiedene Möglichkeiten dieser Forschungseinrichtung, um innovative Lebensmitteltechnologien zu entwickeln und zu erforschen. In gemeinsamen Projekten mit dem MRI werden hier auch Arbeiten zum Einsatz der Extrusion pflanzlicher Proteine durchgeführt.
TH-OWL-Präsident Professor Dr. Jürgen Krahl erläuterte, dass die Einrichtung für das projektorientierte Studium ausgelegt sei. Zusätzlich haben Start-ups und etablierte Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen vor Ort zu testen. Als Beispiel nannte Professorin Struck eine Studierendengruppe, die derzeit an der Entwicklung von Rote-Bete-Flips arbeitet.
Den Rundgang durch die Räume des Fachbereichs Landwirtschaft, Lebensmittel und Gesundheit führte der Dekan Professor Dr. Matthias Upmann. Auf Nachfrage von Professorin Tanja Schwerdtle, ob das Labor „Protein-basierte Lebensmittel“ auch im Markt erwünschte hybride Lebensmittel im Blick habe, bestätigte dieser die Marktaktualität des LLG.
Bei der Back- und Süßwarentechnologie übernahm Professorin Dr. Ute Hermenau die Führung und gab Einblicke in die produkt- und prozessorientierten Verfahren. Die langjährige Kooperation der beiden Partner ermöglicht es, Teile der studentischen Bildung an dem Detmolder Standort des MRI durchzuführen. Hermenau betonte: „Die Zusammenarbeit ist ein Gewinn, ohne den die Back- und Süßwarentechnologie so nicht existieren könnte.“
Im Anschluss ging es an den Einrichtungen der organischen und anorganischen Chemie vorbei und mündete im Bereich Mikrobiologie. Hier gewährte Professor Ulrich weitere Einblicke zu den Arbeiten der TH OWL in den Bereichen angewandte Mikrobiologie und Lebensmittelsicherheit, die auch am MRI für die Beratung des BMLEH eine große Bedeutung haben.
Professor Schick: „Nicht nur die Räumlichkeiten und die Ausstattung, sondern auch die Qualität der Arbeit an der TH OWL sind beeindruckend. Am Campus bestehen hervorragende Bedingungen für die anwendungsorientierte Lebensmittelforschung.“
Bei der Besichtigung des InnovationSPIN wurde das zukunftsorientierte Konzept aus akademischer Lehre und Forschung, dem Handwerk und der beruflichen Bildung näher beleuchtet. Auf dem Dach des Hauptgebäudes erörterte Professor Krahl die zukünftige strategische Ausrichtung der Hochschule, ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte und zentralen Projekte, wie etwa das aktuell im Bau befindliche Mobilitätszentrum UrbanLand.
Quelle: Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (th-owl.de)Bildnachweis: © Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe


