26. Juni 2026 / Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Ausblick „BlueGreenLab“: Fachleute diskutieren über Klimafolgenanpassung

Wissenschaft trifft auf Politik: In der vergangenen Sitzungswoche waren Professorin Dr. Christiane Lübke und Verena...

Veröffentlicht am 26. Juni 2026 um 09:18 Uhr

Im Fokus des Austauschs in Düsseldorf stand die Frage, wie sich die vielfältigen Herausforderungen der Klimafolgenanpassung bewältigen lassen. 

Als zentrale gesellschaftliche Hürde identifizierten die Teilnehmenden den zunehmenden Widerstand gegen Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimafolgenanpassung. Besonders besorgniserregend seien lauter werdende Stimmen, die den menschengemachten Klimawandel leugnen und die Wissenschaft diskreditieren. Dies wurde nicht zuletzt durch die jüngste Debatte um das RCP8.5-Szenario des IPCC (Weltklimarat) deutlich. 

In diesem Zusammenhang rückte die Bedeutung der sozialwissenschaftliche Forschungsperspektive in den Vordergrund. Sie kann wichtige Impulse geben, um zu verstehen, wie subjektive Wahrnehmungen des Klimawandels und seiner Folgen auf verschiedene Zielgruppen wirken und so die Handlungsrelevanz steigern können. 

Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt war die Identifizierung von Schlüsselakteur:innen, die als Multiplikator:innen wirken können. Zudem wurde die Bedeutung von Co-Benefits und Win-win-Maßnahmen betont. Durch zusätzliche ökologische, soziale oder wirtschaftliche Vorteile lässt sich die Akzeptanz von Klimaanpassungsmaßnahmen deutlich steigern. 

Darüber hinaus wurden aktuelle Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben MaPro – Masterplan zur nachhaltigen und übertragbaren kommunalen Sturzflutvorsorge als transdisziplinärer Prozess – präsentiert. Hierbei wurden in einem partizipativen Prozess nachhaltige und übertragbare Konzepte für die kommunale Sturzflutvorsorge entwickelt. 

Die Landtagsabgeordneten zeigten sich beeindruckt von der interdisziplinären Arbeitsweise der verschiedenen Fachgebiete. Die Konstellation aus Sozial-, Natur- und Planungswissenschaften bietet hier besonderes Potenzial, um komplexe Herausforderungen wie die Klimakrise zu bewältigen. Durch den transdisziplinären Forschungsansatz und den Einbezug lokaler und regionaler Akteur:innen gelingt es, praxisnahe und umsetzbare Lösungsansätze zu entwickeln.

In diesem Zusammenhang wurde die vorgestellte Initiative zur Etablierung eines neuen Instituts an der TH OWL begrüßt. Unter dem Arbeitstitel „BlueGreenLab“ formieren sich derzeit verschiedene Fachgebiete der Hochschule, um ein Institut zu gründen, das sich unter anderem mit Klimafolgenanpassung und sogenannten blau-grünen Infrastrukturen beschäftigen soll. 

Als Ergebnis wurden weitere Austauschformate vereinbart – entweder beim nächsten Besuch in Düsseldorf oder direkt auf dem Sustainable Campus in Höxter.

Quelle: Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (th-owl.de)
Bildnachweis: © Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Meistgelesene Artikel

Paderborner Straße: Asphaltierungsarbeiten
Stadt Detmold

Vollsperrung am 17. Und 18. August

weiterlesen...
Detmold tanzt im Hangar 21
Stadt Detmold

Noch freie Plätze für kostenlose Tanz-Workshops

weiterlesen...

Neueste Artikel

Tag der Regionen 2026
Kreis Lippe

Angebote des Kreises und der Biologischen Station

weiterlesen...
Die Bauarbeiten für das Quartier am Hornschen Tor starten
Stadt Detmold

In der Baugrube fahren ab Montag, 7. September, die ersten Bagger auf

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Pflanzen, Wirkstoffe und die Freude am Vermitteln
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Seit dem 1. September verstärkt Dr. Julia Reimer den Fachbereich Landwirtschaft, Lebensmittel und Gesundheit der TH...

weiterlesen...
Erfolgreicher Workshop: TH OWL ist BNE-Modellzentrum
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Wie lässt sich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) konkret in die Hochschullehre bringen? Darum ging es am 21....

weiterlesen...