1. September 2026 / Stadt Detmold

Stadt Detmold setzt bundesweite Impulse für mehr Inklusion im Sport

Modellprojekt schafft nachhaltige Strukturen und eröffnet neue Wege in den organisierten Spor

Veröffentlicht am 1. September 2026 um 13:55 Uhr

Die Stadt Detmold nimmt beim Thema Inklusion im Sport eine Vorreiterinnenrolle ein. Das bundesweite Modellprojekt „Sport inklusiv“, gefördert durch die LWL-Sozialstiftung gGmbH, zeigt, wie Menschen mit Behinderungen nachhaltig stärker in den organisierten Sport einbezogen und gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht werden kann.

Im Mittelpunkt des Projekts steht dabei nicht nur eine Ausweitung inklusiver Sportangebote, sondern vor allem die aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderungen an der Gestaltung und Durchführung des Sports. So wurden Möglichkeiten geschaffen, eine Ausbildung zur Übungsleiterin oder zum Übungsleiter zu absolvieren oder als Helferin oder Helfer der Übungsleitenden tätig zu werden. Damit eröffnet das Projekt neue Perspektiven: Menschen mit Behinderungen können nicht nur Sport treiben, sondern selbst Verantwortung übernehmen, Kompetenzen entwickeln und das (Vereins-) Leben aktiv mitgestalten.

Erfolgreicher Wissenstransfer auf Landesebene

Auch über die Stadtgrenzen hinaus stößt das Modellprojekt bereits auf großes Interesse. Über die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW wurde das Projekt landesweit vorgestellt. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die Praxis und konnten Impulse für die eigene Arbeit mitnehmen. Für Interessierte besteht die Möglichkeit, von den Detmolder Erkenntnissen zu profitieren: Die bereits entwickelten Ansätze sind in Leitfäden und praxisorientierten Handlungsempfehlungen festgehalten und richten sich an Kommunen, Sportverbände und Vereine. Darin wird aufgezeigt, wie Kommunen mit möglichst geringem Ressourcenaufwand die passenden Rahmenbedingungen für eine Förderung der Teilhabe schaffen können. Zudem wird erläutert, wie Vereine mit einfachen Mitteln inklusiver werden können. Im Fokus steht dabei vor allem die Darstellung der konkreten Vorteile, die sich aus diesen Maßnahmen für alle Beteiligten ergeben.

„Unser Anspruch war es, nachhaltige Strukturen zu entwickeln. Gleichzeitig möchten wir unsere Erfahrungen teilen und damit andere Kommunen und Sportorganisationen ermutigen, den Weg zu mehr Inklusion im Sport ebenfalls konsequent zu gehen“, sagt Merle Malburg, Inklusionsbeauftragte für Sport bei der Stadt Detmold.

Das Modellprojekt zeigt: Inklusion im Sport gelingt insbesondere dann, wenn sie als gemeinsame Aufgabe verstanden wird – von Kommunen, Sportvereinen, Verbänden und dem Miteinander der Menschen. Detmold wird diesen Weg weitergehen und die gewonnenen Erfahrungen nutzen, um die Sportlandschaft zu einem Ort zu machen, an dem alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können.

Informationen zum Download stehen im Serviceportal der Stadt Detmold bereit.

 

Bildunterschrift: Der Hermi-Lauf ist jedes Jahr ein Highlight für Menschen mit und ohne Behinderung und nur eines von vielen Beispielen von „Sport inklusiv“.   Foto: Stadt Detmold

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