Der neue Kreisbauhof in Blomberg Westerholz wird nach gut einem Jahr Bauzeit demnächst fertiggestellt. Der finale Einzug ist für Oktober geplant. Der Bauhof Westerholz ersetzt die Standorte in Wilbasen, Extertal und Hummersen. Dadurch wird der Straßenbetriebsdienst in Lippe umorganisiert. Das Einsatzgebiet der Mitarbeiter vor Ort umfasst künftig Blomberg, Schlangen, Horn-Bad Meinberg, Schieder-Schwalenberg, Lügde, Barntrup und Extertal. „Mit einer zentralen Versorgung, die der Bauhof ermöglicht, können wir die Strukturen im Betriebsdienst optimieren. Gleichzeitig sparen wir Kosten von mehr als 100.000 Euro pro Jahr ein. Darüber hinaus schaffen wir attraktive Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter", sagt Landrat Meinolf Haase.
Das Grundstück im Blomberger Gewerbegebiet Westerholz wurde Ende 2023 erworben. Die ersten Bauarbeiten starteten Mitte 2025. „Auf dem Gelände sind zwei Fahrzeughallen mit einer Fläche von rund 1.900 Quadratmetern sowie ein eingeschossiges Verwaltungsgebäude mit einer Fläche von rund 350 Quadratmetern entstanden", erläutert Stephan Pott, Projektleiter des Eigenbetriebs Straßen. An die Großfahrzeughalle auf der Ostseite schließt sich eine Lagerhalle, ein Waschplatz sowie eine Salzhalle an. Auf der Westseite befindet sich die Kleinfahrzeughalle. Das Verwaltungsgebäude beinhaltet Büroräume, einen Besprechungs- beziehungsweise einen Sozialraum, Toiletten, Duschen, Umkleiden, Trockenräume und ein Materiallager. Es wurde in Passivhausstandardbauweise errichtet. Als Heiztechnologie wird eine Luftwärmepumpentechnik eingesetzt. „Der hierfür benötige Strom wird größtenteils aus den errichteten PV-Anlagen gewonnen. Das Niederschlagswasser der Dachflächen fangen wir in ca. 40.000 Litern fassenden Zisternen auf. Dieses Wasser nutzen wir für die Baumbewässerung im Sommer oder für die Erzeugung der Sole als Auftaumittel für den Winterdienst", berichtet Pott.
Die Realisierung des Neubaus erfolgte weitestgehend nach Plan. „Wir konnten unser Budget einhalten, was heutzutage bei größeren Bauprojekten nicht mehr selbstverständlich ist. Darüber hinaus werden die Baukosten über das NRW-Infrastrukturgesetzt aus Mitteln des Sondervermögens des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität gefördert", freut sich Thomas Hilker, Leiter des Eigenbetriebs Straßen.
Vom Standort in Wilbasen wird künftig nur noch die Salzhalle genutzt. Die Außenstelle im Extertal wurde an die Gemeinde verkauft und von der angemieteten Außenstelle in Hummersen wurde der Mietvertrag für den Verwaltungstrakt aufgehoben. Der Winterdienst für die Saison 2026/2027 wird in einigen Bezirken bereits von Westerholz aus bedient.
Hintergrund zum Betriebsdienst
Der Eigenbetrieb Straßen unterhält aktuell vier Bauhöfe: Wilbasen, Extertal und Hummersen und Lemgo-Lieme. Aufgrund von diversen Problemstellungen (sanierungsbedürftige Gebäude, Personalausstattung) war eine Neuordnung des Betriebsdiensts notwendig. Künftig wird die Arbeit von zwei Standorten aus organsiert: Lemgo-Lieme ist für den Nord-/Westbezirk-Lippe zuständig, Westerholz für den Süd-/Ostbezirk.
BUZ: Haben sich den neuen Bauhof in Westerholz angeschaut (v.l.): Thomas Hilker, Landrat Meinolf Haase und Stephan Pott.

