4. August 2026 / Kreis Lippe

Große Mehrheit für neues Schichtsystem

24-Stunden-Dienst im Rettungsdienst des Kreises bewährt sich

Veröffentlicht am 4. August 2026 um 11:03 Uhr

Die sechsmonatige Testphase ist beendet und das Ergebnis ist eindeutig: Das am 1. Februar 2026 eingeführte 24-Stunden-Dienstmodell im Rettungsdienst des Kreises Lippe hat sich im Einsatzalltag bewährt. Über 90 Prozent der Mitarbeitenden, die das neue Schichtsystem in den vergangenen Monaten freiwillig erprobt haben, entschieden sich nach Ablauf der Testphase für den dauerhaften Verbleib in diesem Modell. Damit wurden die Erwartungen der Verantwortlichen weit übertroffen.


Was als freiwilliges Pilotprojekt auf Basis des neuen Tarifvertrags startete, hat sich im Einsatzalltag fest etabliert. Besonders die gesteigerte Lebensqualität steht bei den Einsatzkräften im Vordergrund. Durch das Modell, bei dem auf eine 24-Stunden-Schicht in der Regel mindestens 48 Stunden Freizeit folgen, lässt sich der Beruf deutlich besser mit Familie und Freizeit vereinbaren.

„Die Resonanz aus dem Team ist sehr positiv. Die längeren, zusammenhängenden Erholungsphasen zwischen den Diensten werden enorm geschätzt“, erklärt Achim Reineke, Fachgebietsleiter Rettungsdienst beim Bevölkerungsschutz des Kreises. Zudem profitiert die Belegschaft ganz praktisch von weniger Fahrtzeiten und reduzierten Fahrtkosten zur Wache.


Trotz des Erfolgs setzt der Kreis Lippe weiterhin auf eine maßgeschneiderte und verantwortungsvolle Umsetzung: An den Rettungswachen in Lemgo und Bad Salzuflen wird das 24-Stunden-Modell auch künftig bewusst nicht eingeführt. Aufgrund des dortigen hohen Einsatzaufkommens bleibt es zum Schutz der Mitarbeitenden und zur Sicherung der Patientensicherheit beim bewährten 12-Stunden-System.

An allen anderen Standorten zeigt die Bilanz: Die Einsatzbereitschaft für die Bevölkerung war und ist zu jedem Zeitpunkt lückenlos und auf gewohnt hohem Niveau garantiert.


Für den Kreis Lippe erweist sich die Modernisierung der Arbeitszeiten als echter Standortvorteil. „Mit dieser enormen Zustimmung stärken wir unsere Position als moderner, attraktiver und mitarbeiterorientierter Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz“, unterstreicht Sascha Medina, Leiter Bevölkerungsschutz beim Kreis Lippe. Das Modell zieht bereits spürbar das Interesse neuer Bewerberinnen und Bewerber an. Auch nach dem erfolgreichen Start wird die Entwicklung weiterhin kontinuierlich begleitet, um die hohe Qualität der Versorgung langfristig zu sichern.

 

BUZ: Tag und Nacht, 24 Stunden einsatzbereit: Das neue Schichtsystem ist bei den Mitarbeitenden des Rettungsdienstes gut angekommen. Fotos: Kreis Lippe

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