11. Mai 2026 / Kreis Lippe

Drohnenbefliegung in Heiden

Kooperationsprojekt liefert Digitalen Zwilling

Veröffentlicht am 11. Mai 2026 um 20:59 Uhr

Lasergesteuerte Messungen, Erstellung einer 3D-Punktwolke und ein abgeleitetes 3D-Mesh: Was sich kompliziert anhört, sind wesentliche Schritte für die Realisierung eines detaillierten Oberflächenmodells. Im Zuge einer interkommunalen Kooperation hat der Kreis Lippe ein eben solches Modell der Stadt Lage kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das digitale Projekt umfasst ein rund 115 Hektar großes Gebiet im Ortsteil Heiden, das mittels einer Drohne erfasst wurde. „Dank der digitalen Datenerhebung stehen uns nun Geodaten für vielfältige Auswertungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung“, lobt Bürgermeister Matthias Kalkreuter und weist auf das rechtssichere und zugleich zukunftsweisende Instrument der Digitalkartographie hin. Dr. Stefan Ostrau, zuständiger Abteilungsleiter beim Kreis Lippe, ergänzt: „Zielsetzung des Kreises ist es, die Digitalisierung durch Kooperationen mit den lippischen Kommunen auszubauen und Geoinformationen fachübergreifend nutzbar zu machen.“

Das Oberflächenmodell bildet das Gelände, inklusive Vegetation und Bebauung, genau und fotorealistisch ab. In einem weiteren Schritt hat der Geoservice-Bereich des Kreises das Modell um weitere Informationen wie Katasterdaten, Lärmkarten und Bebauungspläne zu einem Digitalen Zwilling ausgebaut. „Der Zwilling macht computergestützte Analysen z.B. die Simulation von Hochwassersituationen, Schattenwurf oder ähnlichem möglich“, erklärt Ostrau. „Auf Grundlage solcher digitaler Daten können langwierige Genehmigungsprozesse und Planungsverfahren wesentlich verkürzt werden.“

Die digitale Auswertung bietet der Stadt Lage neben der reinen Datennutzung auch umfassende Editiermöglichkeiten. Dadurch können die Daten nicht nur visualisiert, sondern auch aktiv für die kommunale Arbeit weiterverarbeitet und angepasst werden. Hierfür wird das Geoportal des Kreises genutzt. Ein erster konkreter Einsatz des Digitalen Zwillings ist bereits eingeplant. „Besonders wertvoll ist er beispielsweise für ein zukünftiges Grünflächenmanagementkonzept, da sich Flächen, Vegetationsstrukturen und Veränderungen im Stadtgebiet präzise erfassen und bewerten lassen“, freut sich Anja Wiesner, Klimaschutzmanagerin der Stadt Lage, die das Vorhaben im Fachteam Umweltplanung begleitet hat.

Bei der Befliegung sowie bei der Verarbeitung der Daten wurden alle datenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten.

BUZ: Beispielhaftes Ergebnis der Drohnenbefliegung in Heiden.
© Kreis Lippe

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