Rund 5.000 Stellenbesetzungen bundesweit allein im Jahr 2025 zeigen, welchen konkreten
Beitrag das Programm „Passgenaue Besetzung“ für Ausbildung und Fachkräftesicherung
leistet. Gerade kleine und mittlere Unternehmen profitieren von der Unterstützung bei der
Suche nach geeigneten Auszubildenden. Beim Besuch von NRW-Arbeitsminister Karl-
Josef Laumann am Montag im Bad Salzufler Unternehmen SOLLICH nutzte Svenja
Jochens, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold
(IHK Lippe) die Gelegenheit, auf die Bedeutung des Programms hinzuweisen und mit dem
Minister über die geplante Einstellung der Förderung nach 2027 zu sprechen. „Gerade in
Zeiten, in denen Unternehmen immer größere Schwierigkeiten haben, ihre
Ausbildungsplätze zu besetzen, brauchen wir Instrumente, die nachweislich junge
Menschen und Betriebe zusammenbringen. Die Passgenaue Besetzung leistet genau das“,
unterstrich die IHK-Chefin ausdrücklich.
Auch in Lippe ist die Wirkung unmittelbar spürbar: Die lippische Kammer unterstützt
Ausbildungsinteressierte persönlich bei der beruflichen Orientierung und bringt sie gezielt
mit passenden Betrieben zusammen. Nach Einschätzung der IHK Lippe könnten ohne
diese Unterstützung jährlich mindestens 50 Ausbildungsplätze insbesondere bei kleinen
und mittleren Unternehmen unbesetzt bleiben. Hinzu kommen junge Menschen, die durch
die Beratung überhaupt erst für eine duale Ausbildung gewonnen werden und sich
anschließend selbstständig bewerben. Für die IHK Lippe ist deshalb klar: Eine erfolgreiche
Struktur der Fachkräftesicherung sollte nicht abgeschafft, sondern über 2027 hinaus
fortgeführt werden.
Bildunterschrift: IHK-Hauptgeschäftsführerin Svenja Jochens, die sich für den
Erhalt der Passgenauen Besetzung starkmacht, mit SOLLICH-Geschäftsführer
Thomas Sollich und NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (v.r.).

