26. August 2026 / Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold

Ausbildung öffnet Wege

Arbeitsminister Laumann besucht SOLLICH – Familienunternehmen zeigt Perspektiven beruflicher Bildung

Veröffentlicht am 26. August 2026 um 10:10 Uhr

Für NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann führte seine Ausbildungstour in Bad
Salzuflen ein Stück weit zurück zu den eigenen beruflichen Wurzeln. Beim Besuch des
Maschinen- und Anlagenbauers SOLLICH suchte er den direkten Austausch mit
Auszubildenden, Ausbildern und Unternehmensleitung. In der Ausbildungswerkstatt traf der
gelernte Maschinenschlosser auf junge Menschen, die heute am Beginn ihres eigenen
Berufswegs stehen. Laumanns Ausbildungstour rückt bewusst die Praxis in den
Mittelpunkt: Wie gelingt Ausbildung im Betrieb? Was brauchen junge Menschen für einen
guten Start? Und wie können Unternehmen ihren Fachkräftenachwuchs sichern?

Bei SOLLICH traf der Minister auf ein Unternehmen, das darauf seit vielen Jahren eine
klare Antwort gibt: selbst ausbilden, junge Menschen entwickeln und ihnen langfristige
Perspektiven im Unternehmen eröffnen.


Bei SOLLICH wird in Generationen gedacht
Seit mehr als 100 Jahren befindet sich SOLLICH in Familienhand. Thomas Sollich führt den
Maschinen- und Anlagenbauer heute in dritter Generation. Mit Nicolas und Carla Sollich ist
bereits die vierte Generation im Unternehmen tätig. Rund 500 Menschen arbeiten am Standort Bad Salzuflen. Aktuell bildet SOLLICH 23 junge Menschen in sieben Berufen aus,
insbesondere im gewerblich-technischen Bereich. Zum 1. September beginnen neun
weitere Nachwuchskräfte ihre Ausbildung.

„Als Familienunternehmen denken wir nicht in kurzen Zeiträumen, sondern in
Generationen. Dazu gehört für uns seit jeher, jungen Menschen eine berufliche Perspektive
zu geben und unsere Fachkräfte von morgen selbst auszubilden“, sagt Thomas Sollich,
Geschäftsführer der SOLLICH KG. „Wir investieren viel Zeit, Wissen und Vertrauen in
unsere Auszubildenden und begleiten sie auf ihrem Weg. Sie müssen bei uns nicht schon
alles können – wichtig sind Neugier, Lernbereitschaft und gute Grundlagen. Das Fachliche
bringen wir ihnen bei. Unser Ziel ist, dass aus Auszubildenden qualifizierte Fachkräfte
werden, die sich bei uns weiterentwickeln und dem Unternehmen lange verbunden bleiben.“

Dass eine Ausbildung dabei nicht das Ende, sondern der Anfang beruflicher Entwicklung
sein kann, zeigt SOLLICH im eigenen Unternehmen. Ehemalige Auszubildende
übernehmen neue Aufgaben, qualifizieren sich weiter und entwickeln sich zu gefragten
Fachkräften. Derzeit absolvieren fünf Nachwuchskräfte ein kooperatives Studium in den
Bereichen Mechatronik und Elektrotechnik.

Ausbildung ist ein Startpunkt, kein Endpunkt
„Wir müssen jungen Menschen und ihren Eltern viel deutlicher zeigen, wohin eine
Ausbildung führen kann“, sagt Svenja Jochens, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und
Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe). „Ausbildung bedeutet nicht, sich mit 16 oder
17 Jahren auf einen einzigen Weg für das gesamte Berufsleben festzulegen. Sie schafft
eine berufliche Grundlage, auf der sich viele weitere Entwicklungsschritte aufbauen lassen.“

Eine Ausbildung kann der direkte Einstieg als Fachkraft sein, aber ebenso Ausgangspunkt
für berufliche Weiterbildung, Meister- oder Fachwirtabschlüsse, ein späteres Studium oder
Führungsverantwortung. Für die IHK ist deshalb entscheidend, berufliche und akademische
Bildung in der Berufsorientierung tatsächlich gleichwertig darzustellen.

Gute Ausbildung braucht gute Grundlagen
Der Austausch bei SOLLICH machte zugleich deutlich, was Ausbildungsbetriebe leisten:
Sie vermitteln berufliches Fachwissen, investieren Zeit und Erfahrung in junge Menschen
und begleiten deren persönliche Entwicklung.

„Auszubildende müssen am ersten Tag noch keine Fachkräfte sein – genau dafür ist
Ausbildung da“, betont Jochens. „Sie brauchen aber Neugier, Lernbereitschaft und
grundlegende schulische Kompetenzen. Die allgemeinbildenden Schulen haben deshalb
eine wichtige Aufgabe: Sie müssen jungen Menschen diese Grundlagen vermitteln und
ihnen die ganze Bandbreite beruflicher Möglichkeiten zeigen.“

Für die IHK müssen deshalb Schulen, Eltern, Berufsorientierung und Ausbildungsbetriebe
ineinandergreifen. Unternehmen wie SOLLICH zeigen, welche Chancen Ausbildung
eröffnet und welche Entwicklungsmöglichkeiten sich daran anschließen können.

Bildunterschrift: Klaus Hansen (MdL CDU), Caroline Wilke (Regionalagentur OWL),
Finnja Rosin (Auszubildende SOLLICH), Karl-Josef Laumann (Minister NRW),
Louise Schneider (Fa. SOLLICH),
Svenja Jochens (IHK Lippe), Lucivaine Aparecida Sollich, Thomas Sollich, Nicolas
Sollich (alle Fa. SOLLICH), Martin Raithel (IHK Lippe), Wolfgang Marquardt (OWL
GmbH)
Bildquelle: IHK Lippe

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