Medebach – Rund 110 Rekrutinnen und Rekruten der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ haben auf dem Marktplatz im sauerländischen Medebach ihr Feierliches Gelöbnis abgelegt. Zu den Ehrengästen der öffentlichen Zeremonie zählten auch Bundeskanzler Friedrich Merz, Mitglied des Bundestags, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, Inspekteur des Heeres, und Oberst Tobias Aust, Kommandeur der Panzerbrigade 21. Vor zahlreichen Gästen aus Politik, Gesellschaft und Bundeswehr bekannten sich die jungen Soldatinnen und Soldaten öffentlich zum Dienst für Deutschland sowie zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Es ist das erste Feierliche Gelöbnis in Medebach seit mehreren Jahren.
„Die Soldatinnen und Soldaten, die heute in Medebach ihr Gelöbnis abgelegt haben, stehenfür Werte, auf die unser Land angewiesen ist: Verantwortung, Einsatzbereitschaft und Gemeinsinn. Die Bundeswehr leistet einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Sicherheit und für den Schutz unserer freiheitlichen Demokratie. Dafür gebührt allen Angehörigen unserer Streitkräfte großer Dank und höchste Anerkennung“, erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz,
während seiner Ansprache in Medebach. Er hob dabei die Verantwortung hervor, die die jungen Soldatinnen und Soldaten mit ihrem Dienst und der Gelöbnisformel übernehmen und dankte für die Bereitschaft, Deutschland und das NATO-Bündnisgebiet verteidigen zu wollen.
Das Feierliche Gelöbnis zählt zu den zentralen Zeremonien der Bundeswehr. Mit ihm bekennen sich Soldatinnen und Soldaten zur Verfassung und zum Dienst für Deutschland. Für viele Rekrutinnen und Rekruten markiert diese besondere Veranstaltung zugleich den Übergang hin zur bewussten Rolle als Soldatin oder Soldat.
„Heute haben sich mehr als 100 Rekrutinnen und Rekruten in sicherheitspolitisch herausfordernden Zeiten für einen Beruf entschieden, der unsere Sicherheit, unsere Demokratie und in letzter Konsequenz unsere Freiheit unter Einsatz des eigenen Lebens schützt“, erklärt Oberst Tobias Aust, Kommandeur der Panzerbrigade 21 „Lipperland“. Oberst Aust verantwortet die Ausbildung von rund 6.000 Soldatinnen und Soldaten der ostwestfälischen Brigade zur vollen Einsatzbereitschaft. Etwa 110 seiner ihm anvertrauten Soldatinnen und Soldaten legten beim heutigen Appell ihr Gelöbnis ab. Diese dienen im Aufklärungsbataillon 7 aus Ahlen sowie im Versorgungsbataillon 7 aus Unna.
Die angetretenen Soldatinnen und Soldaten dienen seit mehreren Monaten in der Bundeswehr und schließen mit dem Gelöbnis ihre Basisausbildung ab. Im weiteren Verlauf ihrer Dienstzeit werden sie in unterschiedlichen Verwendungen innerhalb der Streitkräfte eingesetzt. Nach dem Ende der aktiven Dienstzeit werden sie im Reservedienst weiterhin mit der Bundeswehr verbunden bleiben.
Die Veranstaltung wurde musikalisch durch ein Musikkorps der Bundeswehr begleitet. Neben Angehörigen nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft an der Zeremonie teil.
„Dieses Feierliche Gelöbnis unter Begleitung des Bundeskanzlers Friedrich Merz als unseren heimischen Wahlkreisabgeordneten war etwas ganz Besonderes für uns. Wir sind dankbar, dieses Ereignis begleiten zu dürfen“, sagt der Bürgermeister Medebachs, Frank Linnekugel.
Die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ ist die erste Brigade des Deutschen Heeres, die der neuen Kräftekategorie Mittlere Kräfte zugeordnet ist. Mit ihren radbeweglichen, hochmobilen
Verbänden ist sie in der Lage, schnell und flexibel im gesamten NATO-Einsatzraum zu verlegen. Hohe Mobilität, starke Feuerkraft und robuster Schutz machen den Großverband zu einem zentralen Pfeiler der Landes- und Bündnisverteidigung.
BU1: Bundeskanzler Friedrich Merz schreitet gemeinsam mit dem Kommandeur des Aufklärungsbataillon 7, Oberstleutnant Jörn Kutscher (l.) und dem Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding (r.) die Front der angetretenen Rekrutinnen und Rekruten ab (Bundeswehr/Till Hey).
BU2: Geschafft: Die frischen Soldaten beglückwünschen sich gegenseitig (Bundeswehr/Till Hey).

